Biofilm in Wasserkreisläufen
Biofilm ist eine Schicht aus Mikroorganismen, die an Rohren, Tanks und feuchten Oberflächen haftet und durch eine selbst abgesonderte Matrix geschützt ist.
Diese Matrix aus polymeren Substanzen schützt die Mikroorganismen vor üblichen Reinigungs- und Desinfektionsmitteln. Deshalb kann ein Biofilm nach einer scheinbar korrekten Reinigung aktiv bleiben und Wasser oder Produkt erneut kontaminieren. Er bildet sich in Rohren, Tanks, Wärmetauschern, CIP-Kreisläufen, Dichtungen, Förderbändern und Abläufen; in Wasserinstallationen kann er Legionellen beherbergen.
Erkennung und Behandlung laut den technischen Datenblättern der Instaquim-Produkte:
- Erkennung: Insta Check Pro wird auf die Oberfläche gesprüht; tritt innerhalb von etwa einer Minute ein Aufschäumen auf, ist Biofilm vorhanden.
- Offene Oberflächen in der Lebensmittelindustrie: Enzi Foam mit 3–6 % oder Enzi Foam Pro mit 1–3 %, als Schaum bei 40–55 ºC; verstärkbar mit Enzim Pro mit 0,2 %.
- CIP-Kreisläufe: Enzi NF mit 1–3 %, 30–120 Minuten bei 40–50 ºC umgewälzt, oder Ten Cip mit 0,2–0,5 % zusammen mit Enzim Pro mit 0,05 %, 20–60 Minuten bei 40–55 ºC umgewälzt. Nach der enzymatischen Behandlung wird desinfiziert.
- Kühltürme und Verdunstungskondensatoren: Bacter 200, Biozid zur Legionellenbehandlung (Registrierungsnr. 21-100-04598; Prüfung nach UNE-EN 13623), Anwendung durch spezialisiertes Fachpersonal: zu Beginn, bei Schleimbildung, 0,2–0,4 % alle 7 Tage; zur Erhaltung 0,1–0,2 % wöchentlich.
Vorbeugung heißt: stehendes Wasser und Totleitungen vermeiden, kritische Stellen regelmäßig reinigen und kontrollieren und beim Trinkwarmwasser die im spanischen RD 487/2022 festgelegten Temperaturen halten: mindestens 60 ºC im Speicher und 50 ºC im Rücklauf.
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