Plus 2000 R
Enzymatisches Vollwaschmittel mit Aktivsauerstoff. Wäscht und bleicht in einem Gang bei 60 bis 80 °C, ohne Chlorbleiche.
Produkt ansehenKochjacken, Schürzen, Küchen- und Wischtücher gehören zum HACCP-Konzept des Hotels, auch wenn sie in der hauseigenen Wäscherei neben Bettwäsche und Frottee gewaschen werden. So trennen Sie die Kreisläufe, wählen das Waschverfahren nach Textilgruppe und dokumentieren es so, dass es bei der Lebensmittelkontrolle Bestand hat.
Die Verordnung (EG) Nr. 852/2004 verlangt in Anhang II, Kapitel VIII, dass Personen im Lebensmittelbereich geeignete, saubere und gegebenenfalls schützende Arbeitskleidung tragen. Die DIN 10524 konkretisiert die Anforderungen an Arbeitskleidung in Lebensmittelbetrieben, einschließlich ihrer Aufbereitung. Für die Hotelwäscherei heißt das: nicht jede Textilie ist HACCP-relevant, aber die relevanten brauchen einen eigenen, nachvollziehbaren Kreislauf.
| Textilgruppe | HACCP-Relevanz | Konsequenz für die Wäscherei |
|---|---|---|
| Küchen- und Wischtücher, Geschirrtücher | Direkt | Eigener Sammelbehälter, eigener Waschgang, täglicher Wechsel. Stärkste Verschmutzung mit Fett und Eiweiß. |
| Kochjacken, Hosen, Schürzen, Kopfbedeckung | Direkt | Arbeitskleidung im Sinne von 852/2004 und DIN 10524. Getrennt von Privat- und Zimmerwäsche, sauber übergeben. |
| Service- und Bankett-Tischwäsche | Indirekt | Kein Kontakt mit offenen Lebensmitteln im Normalfall. Sobald sie Buffet- oder Vorbereitungsflächen abdeckt, in den HACCP-Kreislauf aufnehmen. |
| Bettwäsche, Frottee, Spa-Textilien | Keine | Nicht Teil des Lebensmittel-HACCP, aber eigener Hygienestandard. Nie im selben Waschgang mit Küchentextilien. |
Das häufigste Problem in Hotelwäschereien ist nicht die Chemie, sondern der Weg: schmutzige und saubere Küchentextilien kreuzen sich im selben Raum oder Wagen. Dieser Ablauf verhindert das.
Küchentextilien kommen in eigene, farblich gekennzeichnete Säcke oder Wagen, die nur für diesen Zweck genutzt werden. Nie auf Arbeitsflächen ablegen und nie mit Zimmer- oder Spa-Wäsche mischen. Der Transport zur Wäscherei erfolgt geschlossen.
Stark verschmutzte Küchentücher erhalten eine Vorwäsche. Eiweiß-, Blut-, Milch- und Eierflecken lassen sich enzymatisch bei rund 40 °C vorbehandeln, bevor die Hauptwäsche sie durch Hitze fixiert. Fetthaltige Verschmutzung kann mit einer Entfettungspaste direkt auf dem Fleck vorbehandelt werden.
Waschmittel, Dosierung und Temperatur richten sich nach der Textilgruppe (siehe Tabelle unten), dosiert in Gramm pro Kilogramm Trockenwäsche, ohne die Maschine zu überladen. Ein zusätzlicher Hygieneschritt kommt in den vorletzten Spülgang; im letzten werden Alkali- und Chlorreste neutralisiert, was Faser und Haut des Personals schont.
Trocknen, Falten und Lagern in einer reinen Zone, räumlich oder zeitlich getrennt vom Sortieren der Schmutzwäsche. Saubere Küchentextilien abgedeckt zur Küche bringen. Programm, Temperatur, Dosierung und Verantwortlichen im Waschprotokoll eintragen.
Alle Dosierungen und Temperaturen stammen aus den technischen Datenblättern der Produkte und beziehen sich auf ein Kilogramm Trockenwäsche. Die genaue Einstellung hängt von Verschmutzung und Wasserhärte ab; der Technische Service kalibriert sie vor Ort.
| Anwendung | Produkt | Laut Datenblatt |
|---|---|---|
| Vorwäsche stark verschmutzter Küchentücher | Prein | 10 bis 20 g/kg. Netzend, verseifend, sequestrierend; für Wasser bis 20 °fH (etwa 11 °dH). |
| Eiweiß-, Blut- und Eierflecken | Spot | 5 bis 20 g/kg bei empfohlenen 40 °C, für Vorwäsche und Einweichen. Wasser bis 50 °fH. |
| Küchentücher, Lappen, hartnäckige Flecken | Drap | 10 bis 25 g/kg, je nach Verschmutzung und Wasserhärte. Stark alkalisches Pulver. |
| Weiße Kochbekleidung | Plus 2000 R | 8 bis 15 g/kg bei 60 bis 80 °C. Enzymatisch mit Aktivsauerstoff: wäscht und bleicht in einem Gang, ohne Chlorbleiche. Wasser bis 40 °fH. |
| Flüssigdosierung, weiße und bunte Wäsche | Tensomatic + | 1 bis 6 g/kg, bei jeder Temperatur und Wasserhärte. Für automatische Dosieranlagen. |
| Flüssigdosierung, Eiweißverschmutzung | Tensozim | 2 bis 10 g/kg bei etwa 40 °C. Nicht zusammen mit Chlorbleiche verwenden. |
| Sauerstoffbleiche | Oximatic · Oximatic + | 2 bis 6 g/kg über Peristaltikpumpe. Wasserstoffperoxid bzw. Peressigsäure; für alle Faserarten, jede Wasserhärte und Temperatur. |
| Hygienespülgang | Sanitex | 4 g/kg im vorletzten Spülgang, mindestens 5 Minuten. Quartäres Ammonium, neutral und nicht oxidierend. |
| Neutralisation im letzten Spülgang | Suaumatic | 5 bis 10 g/kg. Entfernt Alkali- und Chlorreste, stellt den textileigenen pH-Wert wieder her und verhindert Vergilben. |
| Tischwäsche bei hartem Wasser | Duron | 10 bis 12 g/kg. Für Tisch- und Bettwäsche, einsetzbar bis 60 °fH (etwa 34 °dH), auch bei niedrigen Temperaturen. |
Laut allen Datenblättern gilt: Produkte nicht miteinander mischen. Chlorhaltige Bleichmittel entwickeln in Kontakt mit Säuren giftige Gase und werden nie gleichzeitig mit sauren Neutralisations- oder Bleichprodukten dosiert.
Kalk bindet Waschmittel, lagert sich in der Faser ab und macht Textilien grau und hart. In Regionen mit hartem Wasser wird das Waschergebnis schlechter, obwohl korrekt dosiert wird. Die Datenblätter geben die Härte in französischen Graden an: 1 °dH entspricht 1,78 °fH.
Den Härtewert liefert das örtliche Wasserversorgungsunternehmen. Prein ist bis 20 °fH ausgelegt, Plus 2000 R bis 40 °fH, Spot bis 50 °fH und Duron bis 60 °fH. Liegt Ihr Wasser darüber, gehört eine Enthärtungsanlage vor die Waschmaschine.
Kalkinkrustierte Textilien lassen sich mit einer sauren Aufbereitung behandeln. Decal wird laut Datenblatt mit 30 bis 40 g/kg bei 45 °C über 30 bis 45 Minuten eingesetzt und entfernt Kalk- und Waschmittelrückstände aus der Wäsche.
Ablagerungen in der Maschine sind Geruchs- und Keimquellen. Machine Clean wird laut Datenblatt in einem Leerwaschgang mit etwa 40 g/kg bei rund 60 °C über etwa 30 Minuten eingesetzt; danach gründlich spülen.
Die Lebensmittelüberwachung prüft nicht die Waschmaschine, sondern ob Sie Ihr Verfahren im Griff haben. Diese fünf Nachweise sollten griffbereit sein.
| Nachweis | Inhalt | Frequenz |
|---|---|---|
| Waschprotokoll | Datum, Textilgruppe, Programm, erreichte Temperatur, Produkte und Dosierung, Verantwortlicher | Jede Charge Küchentextilien |
| Kalibrierung der Dosieranlage | Soll- und Ist-Menge je Pumpe | Regelmäßig und nach jedem Produktwechsel |
| Temperaturkontrolle | Stichprobe, ob das Programm die eingestellte Temperatur erreicht | Regelmäßig, festgelegt im HACCP-Plan |
| Datenblätter | Technisches Datenblatt und Sicherheitsdatenblatt jedes eingesetzten Produkts | Aktuell halten, am Arbeitsplatz verfügbar |
| Schulung | Unterweisung des Wäschereipersonals zu Trennung, Dosierung und Schutzausrüstung | Bei Einstellung und jährlich |
Enzymatisches Vollwaschmittel mit Aktivsauerstoff. Wäscht und bleicht in einem Gang bei 60 bis 80 °C, ohne Chlorbleiche.
Produkt ansehenKonzentriertes Flüssigwaschmittel mit kontrollierter Schaumbildung für automatische Dosieranlagen, bei jeder Temperatur und Wasserhärte.
Produkt ansehenAlkalisches Waschmittel für stark verschmutzte Wäsche, Lappen und Küchentücher. 10 bis 25 g/kg.
Produkt ansehenEnzymatisches Vorwaschmittel gegen Blut, Milch, Ei und Schweiß. Empfohlene Temperatur 40 °C.
Produkt ansehenKonzentrat auf Basis quartärer Ammoniumverbindungen für Desinfektion und Hygiene der Wäsche. 4 g/kg im vorletzten Spülgang.
Produkt ansehenNeutralisierender Weichspüler für den letzten Spülgang. Entfernt Alkali- und Chlorreste und erleichtert Trocknen und Bügeln.
Produkt ansehenNein. Küchentücher, Wischtücher und Kochbekleidung bilden eine eigene Textilgruppe mit eigenem Sammelsystem und eigenem Waschgang. Sie sind anders verschmutzt (Fett, Eiweiß, Lebensmittelreste) und kommen mit Lebensmitteln oder Lebensmittelkontaktflächen in Berührung. Eine gemeinsame Wäsche mit Bettwäsche oder Frottee erschwert die Rückverfolgbarkeit im HACCP-Konzept.
In der Praxis wird für Küchentextilien eine Hauptwäsche bei mindestens 60 °C angesetzt. Entscheidend ist, dass die Temperatur tatsächlich erreicht und gehalten wird und dass Waschmittel und Dosierung zur Verschmutzung passen. Wird bei niedrigerer Temperatur gewaschen, etwa bei empfindlicher Tischwäsche, ist ein zusätzlicher Hygieneschritt sinnvoll. Die Maschinenprogramme sollten regelmäßig kontrolliert und die Temperatur protokolliert werden.
Sauerstoffbleichmittel auf Basis von Wasserstoffperoxid oder Peressigsäure lassen sich laut Datenblatt bei jeder Wasserhärte und Temperatur und auf allen Faserarten einsetzen und frischen Farben auf. Chlorbleiche wirkt ebenfalls bei allen Temperaturen, erfordert aber eine anschließende Neutralisation der Chlorreste, um Vergilben und Faserschäden zu vermeiden, und darf nie mit sauren Produkten zusammenkommen, da giftige Gase entstehen. Enzymatische Waschmittel dürfen nicht mit Chlorbleiche kombiniert werden.
Das RAL-Gütezeichen 992/3 zertifiziert Textildienstleister, die Wäsche aus Lebensmittel verarbeitenden Betrieben aufbereiten. Eine hoteleigene Wäscherei muss es nicht besitzen. Wer Kochbekleidung extern waschen lässt, kann es aber als Auswahlkriterium für den Dienstleister nutzen, und die interne Wäscherei kann sich an denselben Grundsätzen orientieren: Trennung, validiertes Verfahren, Dokumentation.
Im normalen Hotelbetrieb verlangt das Lebensmittelhygienerecht saubere, geeignete Arbeitskleidung, aber kein bestimmtes gelistetes Verfahren. Ordnet das Gesundheitsamt zum Beispiel bei einem Ausbruch eine Desinfektion an, gelten die in der RKI-Liste geführten Wäschedesinfektionsverfahren. In diesem Fall mit dem Gesundheitsamt und dem Lieferanten klären, welches gelistete Verfahren eingesetzt wird.
Der Technische Service von Instaquim legt Produkte und Dosierung nach Textilgruppe und Wasserhärte fest und stellt die technischen Datenblätter und Sicherheitsdatenblätter für Ihre HACCP-Dokumentation bereit.